Rückblick: Gaudlitz Architekten beim Graphisoft BIM Kongress in Frankfurt a.M.

(c) Gunther Wölfle / buildingSMART e.V.

Cornel Gaudlitz vom Büro Gaudlitz Architekten aus Wolfsburg war beim Graphisoft BIM Kongress am 10.11. im Frankfurter Palmengarten eingeladen, an der abschließenden Podiumsdiskussion teilzunehmen und über seine Erfahrungen mit BIM zu sprechen. Das Büro macht die Planungen für das zentrale BIMiD-Rerenzobjekt der Volkswagen Financial Services AG in Braunschweig.

Gefragt nach den Erfahrungen bei seinem ersten durchgängigen BIM-Projekt räumte Cornel Gaudlitz ein, dass es zu Beginn des Projekts auch "Momente der Verwirrung" gab – womit er im vorwiegend mit Architekten besetzten Auditorium jede Menge verständnisvolles Kopfnicken erntete. Für ihn steht mittlerweile aber auch fest, dass es für sein Büro kein Zurück mehr gibt zum Planen ohne BIM.

Mit ihm zusammen auf dem Podium waren neben dem Moderatot Eberhard Stegner (Graphisoft) der Hamburger Architekt und BIM-Berater Heribert Leutner, die Geschäftsführerin der planen-bauen 4.0 GmbH und Associate bei Arup Dr. Ilka May, der buildingSMART-Präsidiumsvorsitzende und Geschäftsführer von Hochtief Vicon Dirk Schaper sowie Daniel Mondino, ebenfalls Architekt aus Hamburg.

Wichtigste Erkenntnisse aus der Diskussion waren, dass es vor allem die veränderten Prozesse in der Zusammenarbeit mit Bauherrn und Fachplanern sind sowie die tendenziell deutlich nach vorne verschobenen Leistungsphasen, die für viele Architekten neu und gewöhnungsbedürftig sind. Dagegen fallen die Herausforderungen durch zusätzlich zu beherrschende CAD-Software kaum ins Gewicht. 

Dr. Ilka May und Dirk Schaper, die beiden Diskussionsteilnehmer mit den meisten internationalen BIM-Erfahrungen, ermutigt die deutsche Architektenschaft: BIM spielt in vielen Industrie- und Schwellenländern eine viel größere Rolle als in Deutschland und wird dort aber auch viel weniger dogmatisch gehandhabt als hierzulande.

10.11.15