Software für Handwerker


Digitalisierung bedeutet in nahezu allen Fällen, dass Software benötigt wird. Für kleine und mittelständische Unternehmen gibt es zahlreiche Standard-Anwendungen am Markt. Manchmal jedoch werden auch individuelle Software-Lösungen benötigt. Das gilt besonders für Handwerksbetriebe.

Bevor jedoch ein Programmierer mit der Entwicklung einer eigenständigen Software beauftragt wird, sollte der Handwerksbetrieb genau prüfen, ob die vorhandene Standardsoftware nicht doch über den geforderten Funktionsumfang verfügt. Michael Heil vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen hat festgestellt, dass viele Betriebe den vollen Funktionsumfang ihrer Softwarelösungen nicht vollständig durchdringen und deshalb zu schnell eine maßgeschneiderte, kostenintensive Lösung beauftragt wird. Seiner Erfahrung nach decken die am Markt erhältlichen Standardprogramme alle Funktionen ab, die ein normaler Handwerksbetrieb benötigt – etwa Software für die Arbeitszeiterfassung oder für die Lagerhaltung. Individuelle Lösungen seien eher im sehr speziellen technischen Anwendungsfällen notwendig, etwa in der Anlagentechnik, wo spezielle Software zur Maschinensteuerung benötigt wird oder wo es gilt, Schnittstellen zu anderen Software-Bereichen zu entwickeln. Michael Heil empfiehlt in diesen Fällen, unbedingt die Maschinenhersteller zu kontaktieren. Oft gebe es bereits entsprechende Software oder auch Schnittstellen von den Herstellern, die zudem verpflichtet seien, die Schnittstellen der Steuerungssoftware ihrer Maschinen offenzulegen.

Grundsätzlich, so Michael Heil, sollten sich Handwerksbetriebe unabhängig beraten lassen, bevor sie eine maßgeschneiderte Software beauftragen. Denn die Kosten können erheblich sein – und zwar die Investitions- wie auch die laufenden Wartungskosten.

In einem aktuellen Beitrag der Deutschen Handwerkszeitung wird das Thema „Individual- und Standardsoftware“ ausführlich beleuchtet. Der Artikel ist online verfügbar.


03.06.19