AR – wird aus der erweiterten Realität bald Realität?

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Einer Studie des IT-Beratungsunternehmens Capgemini zufolge könnte Augmented Reality in jedem zweiten Unternehmen bald zum Standard gehören. Noch ist Deutschland aber kein Vorreiterland.

Zugegeben, Augmented Reality (AR) ist mittlerweile ein Buzzword. Allerdings zu Unrecht, sind AR-Anwendungen für Kunden doch ein völlig neues Erlebnis – und schaffen diese Anwendungen psychologisch gesehen mehr Aufmerksamkeit für Produkte und Dienstleistungen, die sich dank AR mit der reellen Umgebung verbinden lassen. Obwohl laut der Capgemini-Studie zu AR und Virtual Reality (VR) 82 Prozent der Unternehmen, die AR nutzen, ihre Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen sehen, liegt Deutschland bei der Umsetzung hinter China, Frankreich und den USA. Zudem ist man hierzulande deutlich skeptischer gegenüber dieser Technologie. Doch in fünf Jahren könnte Augmented Reality in jedem zweiten Unternehmen zum Standard gehören.

AR dient in erster Linie der Qualitätssicherung und steigert vor allem die Produktivität: Die Unternehmen nutzen die Technologie häufig für die Montage und für die Wartung oder Reparatur vor Ort. Denn ein Smartphone gehört heute zum ständigen Begleiter eines Handwerkes, neuere Geräte mit Android oder iOS ermöglichen zudem AR-Anwendungen. Digitale Montageanleitungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind hier typische Anwendungsfälle. Ebenso lassen sich digitale 3D-Daten in die reale Umgebung projizieren, um zum Beispiel eine virtuelle Baustelle darzustellen.

AR-Technologie über externe Anbieter

Bevor AR-Anwender allerdings über die simulierte Baustelle laufen, muss im Unternehmen eine digitale Transformation stattfinden. Doch gerade davor schrecken besonders die kleineren Firmen zurück, die Aufwand und Einführungskosten scheuen. In diesem Fall bietet es sich an, ein internes Start Up als sogenanntes Innovation Lab zu gründen. Auch ein externes Expertenteam aus Entwicklern kann Impulse von außen setzen.

Denkbar ist auch eine Zusammenarbeit mit Plattformanbietern, die bereits über Erfahrungen mit AR-Diensten verfügen und ihr Wissen weitergeben. Noch einen Schritt weiter geht der Einsatz von Software-as-a-Service (SaaS), einem Konzept, bei dem der Anwender bestimmte IT-Software online gegen Nutzungsgebühren verwenden kann, ohne teure Lizenzen erwerben zu müssen.

Um sich mit der AR-Technologie vertraut zu machen, eignen sich auch die Demonstratoren des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen.


03.01.2020

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