Kickoff-Workshop der Arbeitsgruppe „Blockchain zur Digitalisierung des Planens und Bauens“


Der dezentrale Charakter der Blockchain verspricht insbesondere in den kleinteiligen Projektnetzwerken der Baubranche interessante Nutzungspotenziale, um beispielsweise Transaktionen zu koordinieren oder die Integrität von Daten zwischen den beteiligten Akteuren zu verifizieren. Die Arbeitsgruppe des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum konstituierte sich am 13.11.2019 an der Universität Mannheim, um interessante Anwendungsfälle zu identifizieren und Alternativen für aktuelle Steuerungs-und Besitzstrukturen zu diskutieren.

Während auf Grundlage der Blockchain in anderen Branchen durchaus schon anwendungsnahe Produkte entwickelt wurden, existieren im Bauwesen noch kaum marktgängigen Anwendungen, die über die Testphase hinausweisen. Dies erstaunt, scheint doch ein dezentraler Mechanismus zum Nachweis der Integrität von Daten, der Registrierung und Beurkundung oder der Abwicklung von Transaktionen prädestiniert für die kleinteilige deutsche Bauwirtschaft zu sein.

Welche konkreten Anwendungsfälle zur Blockchain im Bauwesen existieren? Welche Probleme vermag der dezentrale Charakter der Blockchain im Vergleich zu zentralen Systemen zu lösen? Welche Alternativen in der zugrundeliegenden Infrastruktur existieren und was sind deren Konsequenzen auf die Art des Wirtschaftens und der Zusammenarbeit? Dient die Blockchain der Übertragung von Plandaten oder eher der Prozesssteuerung?

Diese und weitere Fragen stellt sich die Arbeitsgruppe des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums, die sich am 13.11.2019 im Rahmen eines Kickoff-Workshops an der Uni Mannheim konstituierte. Als mittelfristiges Ergebnis der Arbeitsgruppe, die vom Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim koordiniert wird, wird angestrebt, im Sommer 2020 ein gemeinsames Dokument zu veröffentlichen. Es soll skizziert werden, wo die Chancen und Herausforderungen der Verwendung der Blockchain im Bauwesen liegen und welche Alternativen bei der Governance der zugrundeliegenden Infrastruktur bestehen.

Weiterführende Informationen zur Arbeitsgruppe finden sich hier.


20.12.2019

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