Building Information Modeling und Geodatensysteme rücken zusammen

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Bauwerksmodelle bringen erst dann wirklichen Nutzen, wenn sie georeferenziert sind. Worauf es bei der Integration von Building Information Modeling und Geodatensystemen ankommt, erklärt der "Leitfaden Geodäsie und BIM".


Die Digitalisierung von Arbeits- und Planungsprozessen ist in der Bauwirtschaft ein großes Thema. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen unterstützt Sie dabei. In unserer Infothek haben wir für Sie Leitfäden und Handreichungen zu vielen Aspekten der Digitalisierung in der Bauwirtschaft aufgeführt. Wir stellen Ihnen in einer kleinen Artikelserie einzelne Publikationen detailliert vor.


Teil 7: Geodäsie und BIM

Der Tenor des ersten Experten Round Table auf der Geodäsie-Leitmesse Intergeo Anfang Juni war eindeutig: Building Information Modeling (BIM) und Geographische Informationssysteme (GIS) werden immer öfter und immer enger miteinander vernetzt. Was Vermessungs- und Bauingenieure sowie Geodatenmanager bei ihrer geodätischen Arbeit über BIM wissen müssen, stellt der über die Infothek des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen zugängliche „Leitfaden Geodäsie und BIM“ der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement sowie des Vereins Runder Tisch GIS grundlegend und anschaulich dar.

Die inzwischen in der zweiten überarbeiteten Fassung erschienene Handreichung geht mit 279 Seiten auf die Grundlagen der BIM-Methodik sowie das Management von BIM-Prozessen ebenso ein wie auf die sich daraus ergebenden Anforderungen an Projekte in der Ingenieurvermessung und die rechtlichen Aspekte der Integration von BIM und GIS. Besonderes Augenmerk legt der Leitfaden darauf, welche Kriterien Datenformate und –standards erfüllen müssen, damit sich Informationen zwischen BIM- und GIS-Systemen verlustfrei austauschen lassen.

Anhand einer umfangreichen Sammlung von Best-Practice-Beispielen und zahlreicher Grafiken sowie Auszügen aus Bauwerksmodellen wird die Integration der beiden Datenkonzepte in der Praxis veranschaulicht. Das Spektrum der Anwendungsfälle reicht vom Infrastrukturbau über die georeferentielle Erfassung von Bestandsbauten bei Sanierungsprojekten bis zur Bedeutung von Geodaten für die Erstellung eines as-built-Modells. Abschließend stellt die Handreichung eine Auswahl an BIM-Softwareprodukten und -Dienstleistungen mit geodätischem Bezug in Form eines ausführlichen Katalogs vor.


11.06.2020