Bundeswehr prüft Potenziale der Digitalisierung für ihre Liegenschaften

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Die Bundeswehr will ihre gut 1400 Liegenschaften mit Hilfe digitaler Zwillinge in den kommenden zehn Jahren smarter machen.

Dazu hat sie von ihrem IT-Systemhaus, der BWI GmbH, in der Studie „IT in der Liegenschaft der Zukunft“ untersuchen lassen, wie sie die Versorgung ihrer gut 1400 Standorte mit Strom und Energie mit Hilfe der Digitalisierung unabhängiger und sicherer machen kann. Gleichzeitig soll eine optimale Nutzung aller Gebäude-, Verbrauchs- und Verkehrsdaten an den Standorten sowie der bestmögliche Zugang zu Informationen von außerhalb möglich werden.

Dies erfordert, nach Ansicht der Autoren der Studie, einen ganzheitlichen und interdisziplinären Blick auf die Liegenschaften. Dieser werde durch ein konsistentes Datenmodell des Standorts möglich, das sich in Form eines digitalen Zwillings abbilden lasse. Darin ließen sich alle Daten der Liegenschaft erfassen und zu einem einheitlichen Gesamtbild zusammenführen. Ein digitales Modell beispielsweise einer Kaserne erlaube zudem schon in der Planungsphase darzustellen, wie einzelne Gewerke ineinander greifen. Später könne es zur Datenzentrale für die Steuerung einer Vielzahl von IT- Funktionen und Diensten an dem Standorte werden. „Dazu gehören etwa integrierte Arbeitsplatz-Management-Systeme, die Büro-IT und Gebäudeautomation koppeln und so Synergien schaffen“, veranschaulicht Tobias Orthey aus dem Bereich Portfolio Planning & Strategy bei BWI, der die Studie erstellt hat. 

Das BWI will auf Grundlage der Ergebnisse der Studie nun Handlungsempfehlungen erarbeiten, mit deren Hilfe die Bundeswehr IT-unterstützte Wohn-, Arbeits- und Ausbildungs- sowie Energiemanagementkonzepte für ihre Standorte entwickeln und diese flächendeckend vernetzen kann.


30.06.2020