Zentraler Immobilienausschuss erkennt digitalen Ausbaubedarf

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Der Zentrale Immobilienausschuss fordert von der Bauverwaltung ebenso wie von Unternehmen der Wohnungswirtschaft intensivere Bemühungen bei der Digitalisierung ihrer Prozesse.

Als Spitzenverband der Immobilienwirtschaft fordert der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) die Bund, Länder und Kommunen in einem aktuellen Positionspapier dazu auf, die Digitalisierung ihrer Verwaltungsverfahren schneller voranzutreiben. „Um die Digitalisierung in der Verwaltung zu beschleunigen, sollte es das Ziel sein, die vollständige Einreichung des Bauantrages in elektronischer Form mit voll-elektronischer Antragsbearbeitung durchzuführen“, erklärt der Vorsitzende des Ausschuss “Digitalisierung” im ZIA, Dr. Daniel Holz. Pläne und Bescheid müssten außerdem elektronisch signiert werden können.

Der Verband schlägt auch die Einrichtung eines eigenständigen Digitalministeriums vor, das Digitalisierungsvorhaben der anderen Ressorts künftig im Rahmen einer Gesamtstrategie koordiniert.

Der ZIA fordert außerdem einen zügigen Ausbau des 5G-Mobilfunk- sowie des Glasfasernetzes in Deutschland. Ohne sichere und schnelle Datennetze ließen sich vernetzte smarte Fabrik- und Wohngebäude ebenso wenig umsetzen wie Smart Cities, begründet der Verband seine Forderung.

Bei seinen Forderungen nach einer Beschleunigung der Digitalisierung in Deutschland nimmt der ZIA auch die Immobilienbranche in die Pflicht. Die Unternehmen müssten eine Digitalisierungsstrategie entwickeln und interne Hürden für ihre digitale Modernisierung aus dem Weg räumen. „Die Digitalisierung erfordert von jedem Unternehmen ein Umdenken in Organisation, Prozessen und Kultur“, erläutert Ausschussvorsitzender Holz. Ohne ein digitales Mindset im Management ebenso wie bei den Mitarbeitern gehe es künftig nicht.


29.06.2020