Nie mehr nach dem Weg fragen

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Forscher der Technischen Universität Chemnitz nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung, um körperlich beeinträchtigten Menschen in unübersichtlichen Gebäuden jederzeit den besten Weg zu weisen.

Eine Nachwuchsforschergruppe der Technischen Universität (TU) Chemnitz hilft Menschen mit körperlichen Einschränkungen, künftig in unübersichtlichen Gebäuden immer einen barrierefreien Weg zu finden. Dazu nutzt sie die Möglichkeiten der Digitalisierung. Das Team aus Medienpsychologen, Informatikern und Ingenieuren programmiert und entwickelt im Projekt DYNAMIK ein „Dynamisches Navigations- und Orientierungssystem für körperlich beeinträchtige Menschen in komplexen Gebäuden“. Dieses läuft künftig auf mobilen Endgeräten in Form einer App zur Indoor-Navigation und -Orientierung, die besonders die Orientierungs und Mobilitätsbedürfnisse von Blinden und Menschen mit Gehbehinderung berücksichtigt. Die Forscher entwickeln und erproben ihre App im neuesten Gebäude der TU Chemnitz – der Universitätsbibliothek. „Das Gebäude ist ideal für uns“, erklärt die Leiterin des Entwicklungsteams, Dr. Julia Richter. „Immerhin handelt es sich um ein öffentlich zugängliches Gebäude, das sich zudem mit einer Größe von mehr als 12.300 Quadratmetern Nutzfläche auf sechs Etagen erstreckt.“ 

Die Europäische Union fördert das Projekt mit Geldern des Europäischen Sozialfonds, der Freistaat Sachsen mit Mitteln aus dem laufenden Haushalt.


29.07.2020