Studien: BIM und KI bringen Vorteile

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Die BIM-Nutzung ist seit 2015 deutlich gestiegen, immer mehr Unternehmen setzen auf diese Methode. KI hingegen betrachten viele noch skeptisch. Dabei überwiegt auch hier der Nutzen.

Neben Digitalisierung gehören Building Information Modeling (BIM) und Künstliche Intelligenz (KI) zu den Schlagwörtern der Branche. Dass Firmen sich heute digitalisieren müssen, liegt spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie auf der Hand. Was BIM und KI sind und können – darüber wurde bisher viel geschrieben. Dass es sich dabei um mehr handelt, als um ein „Auf den Zug aufspringen“, zeigen (erneut) zwei Studien.

Wettbewerbsvorteile durch BIM

Zunächst hat USP Consulting im Auftrag von Autodesk insgesamt 138 Ingenieure führender Ingenieursbüros und Tiefbauunternehmen zum Einsatz der Methode BIM befragt. Von den befragten Ingenieuren in Ingenieursbüros gaben über die Hälfte an, mit BIM effizienter zu arbeiten und dadurch insgesamt einen besseren Projektfortschritt zu erreichen, weil Herausforderungen beim Bauen besser gemeistert würden.

Effizienzsteigerungen und damit Vorteile ergaben sich vor allem bei:

  • Bauausführung
  • Arbeitsvorbereitung
  • Kalkulation

Die Vorgabe, öffentlich ausgeschriebene Bauprojekte mit BIM umzusetzen, sollte dabei als Motivation begriffen werden, sich zügig zu digitalisieren und damit als Vorreiter zu positionieren. Wer sich zudem jetzt fürs Planen und Bauen mit BIM entscheidet, sichert sich somit Wettbewerbsvorteile.

Unterstützung, vor allem für KMU, bietet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen (M40KPB) mit dem BIM-Frühstück, dem BIM-Nachmittag und der BIM-Sprechstunde.

KI für Bilderkennung

Neben BIM ist KI der nächste Baustein für eine gelungene Digitalisierung. Eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die KI einsetzen, rund 25 Prozent mehr Gewinn erwirtschaften. Dabei geht der stärkste Beitrag zu Innovationen derzeit von der Bilderkennung aus. So nutzen Forscherteams des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik die Fähigkeiten der KI-basierten Bilderkennung und adaptieren ihre Algorithmen für Industrieanwendungen. Mit einer App lassen sich etwa einzelne Bauteile ohne Barcode innerhalb von Sekunden eindeutig identifizieren.

Allerdings: Der Einsatz von KI führt nicht automatisch zu mehr Produktivität. Auch sagt die Studie, dass der Umsatz mit KI-basierten Innovationen nicht steigt, sondern Umsätze ersetzt, die zuvor mit Produkten ohne KI erzielt wurden. Der Einsatz lohne sich dennoch.

Wer KI selbst im Bau- oder Handwerksalltag einsetzen möchte, kann sich an die KI-Experten des M40KPB wenden. Sie stehen in der KI-Sprechstunde bereit, um Fragen zu KI und ihren möglichen Einsatz in der Unternehmenspraxis zu besprechen.


31.01.2021

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