Flugfeldklinikum Sindelfingen-Böblingen: Immersive Visualisierung für 3D-Modelle

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Im Rahmen des Umsetzungsprojektes "Flugfeldklinikum Sindelfingen-Böblingen" entwickelt und optimiert das Competence Center „Virtual Environments“ des Fraunhofer IAO, Stuttgart Methoden zur frühen Evaluation und Kommunikation in der Planung anhand virtueller Gebäudemodelle.

Mit Abschluss der Vorplanung im Juni 2018 stellten die Architekten und Fachplaner die ersten Grundrisse und Entwürfe des zukünftigen Flugfeldklinikums vor. Seither wird mit Hochdruck an der nächsten Phase der Entwurfsplanung gearbeitet. Auch in dieser Planungsphase stimmt sich das Projektteam eng mit den zukünftigen Nutzern des Gebäudes ab. Ärzte, Pflegekräfte und Mitarbeiter der Versorgungsbereiche bringen in zahlreichen Terminen engagiert ihre Anforderungen und Ideen zur Ausarbeitung der Grundrisse sowie zur Ausstattung der einzelnen Bereiche und Räume ein. Hierbei ist vor allem räumliches Vorstellungsvermögen gefragt.

Die innovative Methode des Building Information Modeling (BIM) bringt dabei entscheidende Vorteile mit sich. Durch die Arbeit am digitalen Gebäudemodell können anschauliche und intuitiv verständliche 3D-Visualisierungen des gesamten Klinikums, aber auch einzelner Bereiche und Räume erstellt werden. Dies hilft allen Projektbeteiligten eine mitarbeiter- und patientenorientierte Planung zu verwirklichen. Zur Festlegung der Raumausstattung diskutieren die Mitarbeiter und Fachplaner anhand dreidimensionaler Panorama-Ansichten der einzelnen Räume über verschiedene Varianten und Ausführungen. Die realistischen 3D-Ansichten helfen allen Nutzern, fundiert zu entscheiden, wo welches Detail im Raum angebracht werden soll. So können am Ende im fertigen Gebäude optimale Arbeitsabläufe entstehen.

Für die finale Abstimmung besonders komplexer Räume, wie beispielsweise eines OP-Saals, wurden die betroffenen Nutzergruppen zusätzlich zu einer Virtual Reality Begehung in die sogenannte CAVE des Fraunhofer IAO Stuttgart eingeladen. Mittels eines 3D-Projektionssystems und VR-Brillen konnten sich die Mitarbeiter im virtuellen Raum des OPs bewegen und so genau nachvollziehen, welche Bewegungsfreiheit in der festgelegten Raumausstattung möglich ist. Die BIM-Methode hilft so dabei, die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern weiter zu verbessern. Später ist es möglich die fertig geplanten Räume und Etagen virtuell zu begehen – und das noch bevor auf dem Flugfeld die erste Wand des neuen Klinikums eingezogen ist.