Pilotprojekt des Bundes - BIM im Tiefbau - Schleuse

Pilotprojekt des Bundes - Anwendung von BIM im Tiefbau - Neubau der Westkammer der Schleuse Wedtlenstedt

  • Bauwerkstyp: Schleuse
  • Leistungsphase: HOAI LPH 1-6, 8 & 9
  • BIM-Anwendungsfälle:
    • AwF 1 – Erstellung konsistenter Planunterlagen
    • AwF 2 – BIM-basierte Variantenuntersuchung
    • AwF 3 – BIM-basierte Ablaufvisualisierung
    • AwF 5 – BIM-basierte Koordination der Fachgewerke
    • AwF 7 –  Erstellung von Entwurfs- und Genehmigungsplänen
    • AwF 10 – BIM-basierte Kostenschätzung und -berechnung
    • AwF 12 – Terminplanung der Ausführung
  • Typ: Pilotprojekt
  • Vorhabenträger: Neubauamt für den Ausbau des Mittellandkanls in Hannover

Der Stichkanal nach Salzgitter (SKS) zweigt westlich von Braunschweig bei MLK-km 213,530 aus dem Mittellandkanal (MLK) in südlicher Richtung ab und endet nach ca. 18 km im Hafen Salzgitter. Im SKS überwinden die baugleichen Schleusen Wedtlenstedt und Üfingen einen Wasserstandsunterschied von 9,30 m bzw. von 9,00 m zwischen dem Mittellandkanal (NN + 65,00 m) und dem Hafen Salzgitter (NN + 83,30 m). Der Stichkanal und die Schleusen wurden in den Jahren 1938 bis 1940 gebaut. Bei den Schleusen handelt es sich um Zweikammerschleusen ohne Sparbecken mit einem Achsabstand von 50,00 m.

Folgende Abmessungen hat die neue Schleuse:

  • Nutzlänge der Schleusenkammer 190 m
  • Kammerbreite 12,50 m
  • Drempeltiefe 4,00 m

Vorgaben:

  • Standardbauweisen sollen angewendet werden.
  • Anwendung des BIM parallel zur herkömmlichen Projektabwicklung
  • Möglichst keine großen Schritte weg von der WSV-IT-Landschaft (Microstation, DVtU, iTWO)
  • Einstellen des Kernteams BIM-WSV (3 DP NBA, 1 DP BAW, 1 DP ITZ)
  • Das Pilotprojekt ist zunächst bis 31.12.2020 befristet.
  • Feststellen der Randbedingungen und Entwickeln
  • Formulieren der AIA (Auftraggeber-Informationsanforderungen)
  • Erzeugen (lassen) der Bauteilbibliotheken für Wasserbauobjekte auf Basis der standardisierten Objekte
  • Fertigstellen der AIA bis zur Bauausschreibung des realen Projekts

Die Schleuse wird in Massivbauweise ausgeführt und erhält als Obertor ein Drucksegmenttor und als Untertor ein Stemmtor. Das Teilprojekt Schleuse liefert über die Anwendung von BIM*Q einen Bauteilkatalog, sowie LoD-Ausprägungen.

Dokumente, die erstellt werden:

  • interne AIA (BIM-Planung intern) für die Leistungsphasen 2-4 bzw. vielmehr HU, AU und PF
  • interner BAP (inhaltliche Vorgaben), Modellierungsrichtlinie (funktionale RiLi) aus BIM*Q als Vorlage für weitere Schleusen

Ziele:

  • Erproben der BIM-Methode
  • Implementierung von BIM im Geschäftsbereich der WSV vorbereiten
  • BIM-Kompetenzenfür die WSV aufbauen – Handlungsanweisungen und Verfahrensvorschriften
  • Einbringen wasserbaulicher Aspekte in die BIM-Initiative des BMVI
  • Beratungs- und Unterstützungsleistungen der Pilotphase durch Gutachter i.A. des BMVI zur Umsetzung des Stufenplans BIM (bis Anfang 2018)

 

  • Dialog mit Experten aus Wissenschaft und Forschung, Industrie und Wirtschaft
  • Prozessanalyseund -modellierung für BIM
  • Aufbau und Bereitstellung einer Bauteilbibliothek
  • Bewertung der Eignung und ggf. Weiterentwicklung von IFC-Standards für den Bereich des Wasserbaus
  • Etablierung einer gemeinsamen Datenumgebung und IT-Infrastruktur für AG und AN
  • Erarbeitung einer HOAI-konformen Vertragsgestaltung Verbesserte Bewertung von Planungsänderungen

 

  • Reduzierter Aufwand beim Änderungsmanagement
  • Erhöhung der Kostentransparenz in allen Projektphasen
  • Verbesserung der Terminsicherheit
  • Frühe Einbindung der Betreiber