Pilotprojekt des Bundes: BIM im Tiefbau - Autobahnbrücken

Auf Grundlage des BIM-Stufenplans hatte der Landesbetrieb Straßenbau NRW sich Ende 2017 dazu entschlossen, in der zweiten Phase des Stufenplans ein eigenes Pilotprojekt aufzulegen. Dafür wurde ein Pilotbereich gewählt, in dem erst wenige Erfahrungswerte mit BIM-Methoden vorlagen. Daraus entstanden ist das Projekt „A40 Erhaltungsentwurf Bundesgrenze bis Anschlussstelle Wachtendonk“.

Seit Mitte 2018 war das Projekt A40 Erhaltungsentwurf – Grenze bis AS Wachtendonk offiziell als Pilotprojekt des Bundes gemeldet. Der Auftrag lautete, Instandsetzungsmaßnahmen der A40 samt Erneuerung der Entwässerung auf einer Strecke von 11 Kilometern Länge vorzunehmen. Zudem ist der Ersatzneubau von drei Brücken, Querneigungsverbesserungen und die Errichtung von barrierefreien Notrufsäulen Teil des Vorhabens. 

Zielsetzung

Ziel des Vorhabens war es, einen Autobahnabschnitt zu sanieren und neue Erkenntnisse über die Methode BIM zu erlangen.

Besonderheiten im Projekt

Die Koordinierung der unterschiedlichen Planungsanforderungen (Strecke mit Landespflege bzw. Strecke mit Brücke) war eine Herausforderung. Auch das Zusammenführung und Zusammenarbeit der unterschiedlichen (Fachplanungen Organisation, Kommunikation und Schnittstellenkoordination) sowie die Modellierung des Bauwerks und der Verkehrsanlage 

Untersuchungsschwerpunkte

Im Vordergrund stand der Einsatz der BIM-Methode über alle Phasen. Ebenso untersucht wurden, inwiefern eine Optimierung der bestehenden Prozesse (Software, Workflows, Datenaustausch) erkennbar war. Die relevanten Prozesse wurden durch den AG (u.a. BIM-Manager beim AG) begleitet.

Dokumente, die erstellt werden:

  • funktionale AIA (parallele Entwicklung zur Entwurfsplanungund Brückenbau Standard)
  • BAP als Muster (inhaltliche Vorgaben)
  • Modellierungsrichtlinien

Fazit

Die BIM-Methode in der Straßenplanung ist abhängig von einer disziplinierten digitalen Datenerfassung mit allen zugehörigen Attributen. Die freien Daten-Schnittstellen (ISYBAU, OKSTRA, XML, IFC usw.) müssten nun zum Standard in allen IT-Programmen werden, die für die Infrastrukturplanung verwendet werden. Wie sich zeigt, sind die IT-Anforderungen an die Bearbeiter wie auch an die Hardware gestiegen. Erfolgt die Datenerfassung konsequent, bietet die BIM-Methode in allen Bereich viele Vorteile.

Beteiligte Organisationen

Bauherr
Landesbetrieb Straßenbau NRW
  • Gelsenkirchen
Software
AKG Software Consulting GmbH
  • Heitersheim

Ansprechpartner

Tania Ost
  • Geneststraße 5 / Aufgang A
  • 10829 Berlin