Corona – ein Push für die Digitalisierung?


“In den nächsten zehn Jahren werden wir den Punkt erreichen, an dem nahezu alles digitalisiert sein wird", sagte Microsoft-CEO Satya Nadella schon 2013. Das ist sieben Jahre her, doch nun scheint es, als könnte ausgerechnet die Coronakrise die digitale Transformation beschleunigen.

Durch die veränderten Routinen während der Coronakrise rechnet man beim VBI mit einem Umdenken in Bezug auf den Einsatz digitaler Kommunikation. Sicher reiche es nicht überall zum „papierlosen Büro“, doch die Erfahrungen mit Videokonferenzen könnten dafür sorgen, dass weniger Dienstreisen absolviert werden. „Vor allem muss die öffentliche Verwaltung jetzt konsequent digitalisiert werden“, sagt Roland Engels vom VBI. „Dann kann man auch in Krisenzeiten reibungslos zusammenarbeiten und Genehmigungsverfahren digital abwickeln.“

Portal und App für Fachhandwerker

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erwartet ebenfalls einen Push der Digitalisierung durch Corona. Laut Frank Ebisch hätten die Betriebe aber schon deutlich vorher den Druck einer digitalen Transformation gespürt. Auch für den Verband selbst steht die Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. Der ZVSHK und seine Landes- und Fachverbände bieten ihren angeschlossenen Innungsbetrieben bereits ein gemeinsames Online-Portal für Wartungsanfragen. Die registrierten Betriebe erhalten dort qualifizierte Kundenanfragen auf direktem und digitalem Weg per E-Mail.

Das Wartungsportal soll im nächsten Schritt zu einem vollwertigen Service-Portal ausgebaut werden. Mit der Eckring App erhalten Fachhandwerker bei ihrer täglichen Arbeit zudem Unterstützung vor Ort. So bietet die App neben Kalenderfunktion und aktuellen SHK-News eine bundesweite Hersteller- und Großhändlersuche, damit Betriebe auf schnellstem Wege notwendige Ansprechpartner finden.


05.06.2020