Digitalisierungsprozesse mit der Bauverwaltung

Die Digitalisierung der Angebote der Bauverwaltung spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung digitaler Methoden in der Bauwirtschaft, indem komplementäre Angebote für die digitale Geschäftspraxis innovativer Unternehmen geschaffen werden. Deswegen ist die Digitalisierung der Bauverwaltung ein wichtiger Faktor für die Verbreitung digitaler Anwendungen in der Baubranche. Das Umsetzungsprojekt „Digitalisierungsprozesse mit der Bauverwaltung“ des Teilzentrums West widmet sich der Identifizierung von Faktoren gelingender Modernisierungsprozesse in der Bauverwaltung.

Ausgangslage

Die Digitalisierung im Bereich Planen und Bauen verspricht eine effizientere Durchführung des Planungs- und Bauprozesses. Während die Planung neuer Bauvorhaben heute fast vollständig digital erfolgt, gilt dies nicht für Baugenehmigungsverfahren oder den Abruf der Bauleitplanung. Im Bereich der Baugenehmigung gehört die Abgabe mehrfach ausgedruckter Papierpläne ebenso zur Realität wie die Vor-Ort-Einsicht physischer Bauleitplanungen durch den entsprechenden Planer.

Diese gegenwärtige Praxis stellt sowohl für die KMU der Baubranche als auch für die Verwaltungsmitarbeiter eine erhebliche Belastung dar.  Die Digitalisierung dieser Prozesse verspricht die deutliche Effizienzsteigerungen und damit eine Steigerung des Nutzens für Verwaltung und KMU.

Ziel

Die Digitalisierung der Angebote der Bauverwaltung spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung digitaler Methoden in der Bauwirtschaft. Die Verwaltung unterstützt zum einen innovative Unternehmen, indem digitalisierte Geschäftsprozesse auf komplementäre digitale verwaltungsseitige Angebote treffen. Zum anderen kann die öffentliche Verwaltung auch Hebel und Treiber für die Verbreitung digitaler Anwendungen im Mittelstand sein, wenn bestimmte verwaltungsseitige Angebote nur noch digital genutzt werden können und damit Anpassungen der Geschäftspraxis von KMU nötig werden.

Die Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt ihre Mitgliedsgemeinden bei der Digitalisierung der kommunalen Bauverwaltung. Gemeinsam mit dem Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (Teilzentrum West) befindet sich gegenwärtig ein Umsetzungsprojekt zur Verwaltungsmodernisierung in Abstimmung. Das Ziel besteht darin, in Abhängigkeit des spezifischen Verwaltungskontexts erfolgreiche Strategien zu identifizieren, wie die Digitalisierung der Bauverwaltung gelingen kann. Die Ergebnisse werden als Good Practice der interessierten (Fach-) Öffentlichkeit zu Verfügung stellt.

Beteiligte Organisationen

Institut für Mittelstandsforschung (ifm) der Universität Mannheim
Das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim erforscht in verschiedenen Projekten den Einsatz von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Organisationen. So wurde im Rahmen des Projekts “Kreanets - Strategien und Konzepte zur Verbesserung der innovationsorientierten Vernetzung im Mittelstand“ (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung) ermittelt, welche organisationalen und technischen Maßnahmen die Innovationsfähigkeit koordinierter Netzwerke mittelständischer Unternehmen beeinflussen. Im Rahmen des Clusters „Organische Elektronik“ (ausgezeichnet im Spitzencluster- Wettbewerb des Bundesministerium für Bildung und Forschung) ermittelt das ifm im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitstudie, welche organisationalen Voraussetzungen für ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen nötig sind. Im Rahmen des Projekts „Die Gebrauchstauglichkeit von Anwendungssoftware als Wettbewerbsfaktor für kleine und mittlere Unternehmen“ (gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) wurden Maßnahmen zur Diffusion von neuen IT-Praktiken identifiziert. Die Erfahrungen aus diesen Projekten erlauben es, eine differenzierte mikrosoziologische Begleitforschung für das BIM-Projekt zu konzipieren, durchzuführen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. 
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