Pilotprojekt des Bundes - BIM im Hochbau - Forschungsgebäude

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Anwendung von BIM im Hochbau - Bundesamt für Strahlenschutz - Neubau Dienstgebäude K12 in Berlin-Karlshorst: Vorrangiges Ziel im Pilotprojekt Ersatzgebäude K12 des Bundesamtes für Strahlenschutzes ist es, für das Projekt selbst den Mehrwert einer BIM-Planung zu erproben, die Planungsphasen mit BIM zu begleiten, einschließlich Qualitätssicherung der Planung mittels Kollisionsprüfungen. Anhand der Ergebnisse der Leistungsphase 5 ist eine Weiterverwendung der koordinierten Modelldaten im Prozess der Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung (grafische Kalkulation, BIM und GAEB-Datenaustausch) und für die Bauablaufsimulation zu untersuchen.

  • Bauwerkstyp: Forschungsgebäude
  • Leistungsphasen: HOAI LPH 1-6, 8 & 9
  • Typ: Pilotprojekt
  • Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
  • Projektleitung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat VII 4
  • Nutzer: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

Die Außenstelle des Bundesamt für Strahlenschutz in Berlin befindet sich im Stadtteil Karlshorst des Verwaltungsbezirks Lichtenberg. Die großflächige Liegenschaft an der Köpenicker Allee ist zum Teil von Gewerbeflächen, aber auch von kleinteiliger Wohnbebauung umgeben. Den veränderten Anforderungen entsprechend, wird die Liegenschaft in den kommenden Jahren verkleinert und neu bebaut.

Ziel  der Planung der neuen Bebauung ist es, durch eine neue städtebauliche Prägnanz und eine ortsprägende und erinnerungsfähige architektonische Gestaltung , einen für den Standort identitätsbildenden Raum mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.

In einem offenen zweiphasigen Wettbewerb wurde die Lösung des Architekturbüros HKS (Hestermann Rommel Architekten) und Gesamtplaner GmbH & Co. KG ausgewählt und zusammen mit den Landschaftsarchitekten Plandrei beauftragt.

Der zukünftige Neubau entsteht gemäß Wettbewerbsergebnis als Massivbau auf Y-förmigem Grundriss mit vorgesetzter Holzfassade. Es umfasst eine Bruttogrundfläche von  rund 6.200 Quadratmeter und eine Nutzfläche von rund 3.600 Quadratmeter. Das Forschungsgebäude mit Büro-, Multifunktions- und Laborräumen besteht aus drei Obergeschossen und ist teilweise unterkellert. Ebenerdig sind die Werkstätten und Garagen angeordnet. Im Untergeschoss befinden sich unter anderem ein Teil der Technikzentrale und das Service-Center-Dosimetrie. Die Nutzung der Obergeschosse erfolgt durch die Verwaltungsbereiche und die Bibliothek. Die Nachhaltigkeit des Gebäudes ist auf das BNB-Gütesiegel Silber ausgerichtet und wird mit dem entsprechenden Bewerbungsverfahren des Bundes überprüft.

Die Ausführungsplanung wurde Ende 2019 abgeschlossen. Der Baubeginn erfolgt 2020. Nach abschließender Inbetriebnahme ist die Übergabe des Gebäudes an den Maßnahmenträger, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), und das Bundesamt für Strahlenschutz für 2022 geplant. Ein Monitoring gemäß BNB wird sich bis 2023 erstrecken.

BIM-Schwerpunkte:

  • Erarbeitung, Austausch und Koordination geometrischer Modelldaten
  • Erstellung digitaler, objektorientierter 3D-Fachmodelle der Bauwerke
  • Datenaustausch im Datenformat IFC
  • Zusammenführen der Fachmodelle in einem Koordinationsmodell (Kollisionsprüfung)
  • Bisherigen Erkenntnisse vertiefen
  • Potentiale sowie Ausbaubedarfe der BIM-Methode identifizieren
  • Modellbasierte Mengenermittlung und Kostenkalkulation
  • Bauablaufsimulation